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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2018
Frieden in einer irren Welt
Katholikentag 2018: Ängste, Ideen, Sehnsüchte
Der Inhalt:

»Es geht ums Überleben«

Gabriele Pulm-Muhr, Caritas, über den Alltag im Transitzentrum Manching

Publik-Forum: Frau Pulm-Muhr, Sie sind als Caritas-Asylberaterin jede Woche im Transit-Zentrum Manching. Wie nehmen Sie den Alltag dort wahr?

Gabriele Pulm-Muhr: Das Leben in der Unterkunft ist vom Überleben geprägt – nicht materiell oder physisch, aber psychisch. Die Perspektivlosigkeit ist bedrückend. Die Menschen wissen nicht, wie es mit ihnen weitergeht, sie bleiben über Monate hinweg im Ungewissen und leben während dieser Zeit völlig isoliert. Das Nichtstun ist besonders schlimm: Sie dürfen nicht arbeiten, nicht kochen, keinen Besuch bekommen. Und sie sind bei all dem fremdbestimmt. Das treibt ein