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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2017
Die Tücken des fairen Handels
Im Norden boomt Fair Trade - im Süden wächst die Kritik
Der Inhalt:

»Reißt die Zäune ein«

Was erwartet die katholische Jugend von der Weltbischofssynode? Fragen an Wolfgang Ehrenlechner, den Vorsitzenden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend

Für 2018 lädt Papst Franziskus ein zu einer weltweiten Jugendsynode im Vatikan. Mitte Mai hat der deutsche Jugendbischof Oster den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) harsch kritisiert, in ihm dominiere ein »Evangelium light«.

Publik-Forum: Herr Ehrenlechner, 2018 ist Jugendsynode im Vatikan. Es geht um den Glauben. Interessieren sich Jugendliche überhaupt für den christlichen Glauben?

Wolfgang Ehrenlechner: Junge Menschen interessieren sich natürlich für Glaube und Religion …

So natürlich ist das nicht – die europäische Jugendstudie »Generation what« sagt, dass sich in Europa 85 Prozent der Jugendlichen nicht für Religion interessieren, warum soll das in Deutschland ganz anders sein?

Ehrenlechner: Junge Menschen sind auf der Sinnsuche, daher interessieren sie sich auch für Glaube und Religion. Eher skeptisch ist dagegen ihr Blick auf Strukturen und Hierarchien. Die Sinus-Jugendstudien, die wir seit 2008 regelmäßig in Auftrag geben, sagen uns: Junge Menschen auf der Sinnsuche suchen sich für ihren Glauben oft verschiedene Orte und spirituelle Formen. Erleben sie eine Gemeinschaft, ein gemeinsames Glaubensleben, dann kommen durchaus die religiösen Rituale hinzu. Wir wollen möglichst nah an der Lebenswirklichkeit der jungen Menschen sein und richten unsere Angebote immer wieder neu aus.

Was erwarten Sie von der Jugendsynode?

Ehrenlechner: Ich erwarte, dass dort junge Menschen von den Bischöfen und vom Papst gehört und beteiligt werden und dass ihre Rückme