Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2017
Die Tücken des fairen Handels
Im Norden boomt Fair Trade - im Süden wächst die Kritik
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, hält eine Obergrenze von Migrantenkindern in Schulklassen für wünschenswert. Wenn mehr als 35 Prozent der Schüler in einer Klasse noch nicht integriert seien und die deutsche Sprache nicht oder nur ungenügend beherrschten, sei ein erfolgreicher Unterricht kaum möglich. Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) möchte Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen gleichmäßiger auf Schulen verteilen. Die Bildungsminister der Länder halten diesen Vorschlag aber für nicht umsetzbar.

Gerd Bosbach, Professor für Mathematik und Statistik in Koblenz, hält die Rede von der überalternden deutschen Gesellschaft für Panikmache. Die Angst werde gezielt von Versicherungen, die private Vorsorgeverträge verkauften, und Unternehmen, die Lohnnebenkosten einsparen wollten, geschürt, sei aber wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen. Entscheidend für das Wohlstandsniveau seien nicht die Bevölkerungsentwicklung, sondern politische und wirtschaftliche Entscheidungen.

Marianne Heimbach-Steins, katholische Theologin aus Münster, weist darauf hin, dass die familienpolitischen Vorstellungen der AfD nicht einfach »christlich«, sondern oft aus einem völkischen Denken heraus formuliert sind. Das sei mit christlichen Wertvorstellungen nicht zu vereinbaren. Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann sagte dem »Spiegel«: »Mir ist vollkommen unverständlich, wie ein Christ AfD wählen kann.« Der katholische Erzbischof von Berlin,