Kirche kritisiert Ausbeutung in der Fleischindustrie
Der katholische Prälat Peter Kossen wirft der Fleischindustrie vor, Menschen mit Werkverträgen und Leiharbeit auszubeuten. Dies sei »Menschenhandel«. Hierzulande seien vor allem Osteuropäer betroffen. Viele bekämen noch nicht einmal bezahlten Jahresurlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, betonte Kossen. Der Mindestlohn werde vielfach aufgeweicht. Kossen sagte, er schäme sich dafür, dass dies hierzulande geduldet werde. »Dahinter steht ein hochproblematisches Menschenbild. Der Mensch als Sache: austauschbar, wegwerfbar«, sagte der Theologe. Eine solche Wirtschaftsordnung entledige sich aus Gier und Menschenverachtung der Grenzen von Ethik und Moral. »Wenn das in Deutschland legal ist und bleibt, verkauft die soziale Marktwirtschaft ihre Seele.«
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