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»Neue« Muslime in Deutschland

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 23.05.2014
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Weder von staatlicher noch von muslimischer Seite gibt es offizielle Stellen, die Übertritte zum Islam verzeichnen. Denn nicht jeder, der konvertiert, wird auch registriert. Wer das muslimische Glaubensbekenntnis »Ich glaube an Gott, und Mohammed ist sein Prophet« in Gegenwart zweier muslimischer Zeugen ausspricht, ist Muslim. Das muss nicht in der Moschee geschehen, sondern kann auch in den eigenen vier Wänden erfolgen. So gibt es keine autorisierten Zahlen über die in Deutschland lebenden Muslime. Richtig ist: Die Zahl der zum Islam konvertierenden Deutschen steigt. Insbesondere wenn Frauen sich für diese Religion entscheiden, ist das Erstaunen groß. Kopftuch gleich Unterdrückung, Islam gleich Fundamentalismus, lauten die bekannten Vorurteile. Moscheen und Verbände, die für die Recherche über Konvertitinnen angefragt wurden, reagierten deshalb zurückhaltend. Kein Wunder: Über fünfzig Prozent der Deutschen lehnen Umfragen zufolge die Aussage ab, der Islam gehöre zu Deutschland.

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