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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2017
Reformation 2.0: Das wahre Erbe Martin Luthers
Der Inhalt:

Schwarz-Rot liebt Kohlebosse

Die Vertreter sauberer Energieträger sind bei der Großen Koalition als Gesprächspartner weit weniger beliebt als Vertreter der Kohleindustrie. Eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion listet alle Gespräch auf, die Vertreter der Bundesregierung seit Oktober 2014 mit Vertretern der Energiebranche geführt haben. Auf besonders viele Kontakte kommen nach wie vor die großen Energiekonzerne: Eon traf 40 Politiker, 29-mal Minister. RWE kommt auf 40 Kontakte, davon drei Gespräch mit Angela Merkel. Der größte deutsche Hersteller von Windkraftanlagen, Enercon, kommt dagegen nur auf drei Gespräche mit der Bundesregierung. Auch auf Verbandsebene läuft es gleich: Während der Bundesverband Erneuerbare Energien bei fünf Treffen empfangen wurde, kam der Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft auf 39 Treffen. Dieser Verband vertritt zwar nicht nur die Kohlewirtschaft. Er fordert aber die Unterstützung fossiler Kraftwerke und kämpft gegen eine etwaige Kohleabgabe. Für die Energieökonomin Claudia Kemfert sind diese Treffen Ergebnis einer erfolgreichen Lobbyarbeit: »Die fossile Energiewirtschaft kämpft mit allen Mitteln um ihre Pfründe«, sagte sie der tageszeitung. »Jeder Tag, den ihre Kohlekraftwerke länger laufen, bringt Geld in die Kassen.«

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