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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Timo Güzelmansur, Leiter der christlich-islamischen Begegnungsstelle Cibedo in Frankfurt am Main, befürchtet einen neuen religiösen Nationalismus in der Türkei. In weiten Teilen der Bevölkerung gebe es »keine Sympathie für Christen«. Obwohl der Staat sich seiner religiösen Vielfalt rühme, werde »vieles, was nicht islamisch ist und eindeutig zum Türkentum gehört, zum Feind erklärt«. Die Forderung des türkischen Parlamentspräsidenten Ismail Kahraman nach einer islamisch geprägten Verfassung passe ins Bild, auch wenn es dafür derzeit keine politische Mehrheit gebe. Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, befürchtet, dass eine Verfassungsänderung religiöse Minderheiten »noch stärker als bisher an den Rand der Gesellschaft drücken« würde. Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, nannte dagegen die Kritik an der Regierung Erdogan unfair. Es sei »merkwürdig, dass jetzt innertürkische Themen in Deutschland so breit diskutiert werden«. Berechtigte Kritik vermische sich oft mit »Verunglimpfung«.

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, hat im Streit um die Frage, ob Kreuze im Gerichtssaal hängen dürfen, eine interessante Deutung vorgelegt. »Es ist eine der großen humanen Errungenschaften, dass unsere Rechtsprechung nicht mehr so tut, als verfüge sie über höchste Wahrheiten, höchste Einsichten oder gar himmlische Gerechtigkeiten«, schreibt sie im Magazin Chrismon.