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Personen und Konflikte

vom 13.05.2016
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Timo Güzelmansur, Leiter der christlich-islamischen Begegnungsstelle Cibedo in Frankfurt am Main, befürchtet einen neuen religiösen Nationalismus in der Türkei. In weiten Teilen der Bevölkerung gebe es »keine Sympathie für Christen«. Obwohl der Staat sich seiner religiösen Vielfalt rühme, werde »vieles, was nicht islamisch ist und eindeutig zum Türkentum gehört, zum Feind erklärt«. Die Forderung des türkischen Parlamentspräsidenten Ismail Kahraman nach einer islamisch geprägten Verfassung passe ins Bild, auch wenn es dafür derzeit keine politische Mehrheit gebe. Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, befürchtet, dass eine Verfassungsänderung religiöse Minderheiten »noch stärker als bisher an den Rand der Gesellschaft drücken« würde. Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, nannte dagegen die Kritik an der Regierung Erdogan unfair. Es sei »merkwürdig, dass jetzt innertürkische Themen in Deutschland so breit diskutiert werden«. Berechtigte Kritik vermische sich oft mit »Verunglimpfung«.

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