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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

M
wie Museum
Die Insel der Künste

von Irene Dänzer-Vanotti vom 13.05.2016
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Neuss. Der Mann, der die Insel am Flüsschen Erft gekauft hat, wollte hier ein Paradies schaffen. Und wer heute auf die Museumsinsel Hombroich kommt, in die Auenlandschaft schaut, durch die verschiedenen Kunstwelten wandert und sich zwischendurch zum Essen niedersetzt, kann sich tatsächlich fühlen wie in einem Paradies der Kunst. Moderne Malerei, aber auch persische Pferde, Khmer-Heiligtümer oder Gemälde von Lovis Corinth gehören zu den Werken, die der 2007 verstorbene Karl-Heinrich Müller gesammelt hat. Von der nahen Düsseldorfer Kunstakademie ist Gotthard Graubner mit seinen Farbkissen vertreten. Schwitters, Rembrandt, Cézanne, Calder, Yves Klein – kein Schild verrät, von wem die einzelnen Werke stammen: Der Eindruck zählt hier, nicht der Name. Der Architekt und Bildhauer Erwin Heerich hat für das Museum Bauten aus alten Ziegelsteinen errichtet, die mit geometrischen Formen experimentieren. Gelegentlich sind auch Künstler bei der Arbeit anzutreffen: So arbeitet der Beuys-Schüler und -Freund Anatol auf der Insel und ist manchmal zu einem Schwatz aufgelegt. Einen Kilometer weiter liegt die Raketenstation, während des Kalten Krieges lagerten hier Raketen. Müller kaufte auch dieses Gelände und lud Künstler ein, hier zu arbeiten. In einem ehemaligen Hangar wird manchmal meditiert. Willigis Jäger hielt schon Einkehrtage, jetzt werden philosophische Spaziergänge angeboten. Ein bezaubernder Ort.

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