»Wer hasst, hat schon verloren«
Nehmt keine Rache. Schlagt nicht zurück. Wer hasst, hat schon verloren. Verlasst euch auf den deutschen Rechtsstaat.« Eine spirituelle Botschaft; Ercan Karakoyun verkündet sie in einem abgelegenen Kellersaal der Dreifaltigkeitskirche in Ulm. Karakoyun ist ein schmaler Intellektueller von 36 Jahren und Sprecher der islamischen Gülen-Bewegung in Deutschland. Diese theologisch konservative Bildungsbewegung, die Kritiker wegen ihrer Elitebildung als eine machthungrige Sekte ablehnen (Publik-Forum 20/16), steht unter Druck. Denn der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan macht ihren Gründer, den im US-Exil lebenden Prediger Fetullah Gülen, für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich – bis heute ohne jeden Beweis.
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