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Syrien: Spielball der Mächte

Über die Verantwortung des Westens im Syrienkrieg, die zweifelhafte Empörung der Linken und die vergessenen syrischen Aktivisten
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 28.04.2017
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Eigentlich sollte dieser Artikel ganz anders beginnen. Eigentlich sollte hier eine politische Analyse stehen über die Hintergründe des Krieges in Syrien, über die Strippenzieher aus Saudi-Arabien und Europa, Russland und dem Iran, aus den USA, der Türkei, Katar. Doch das ist nicht leicht. Schnell findet man sich als Journalistin in einem Strudel aus Halbwahrheiten, interessengeleiteten Einschätzungen und sich widersprechenden »Beweisen« unterschiedlicher Seiten wieder. Klar: Webseiten wie Russia Today oder Sputnik sind das Sprachrohr des Kreml, russische Propaganda. Aber gilt das nicht auch andersherum? Ist es nicht eine rein westliche Sichtweise, wenn große deutsche Medien sofort davon ausgehen, dass das Assad-Regime den schrecklichen Giftgasangriff in Chan Scheichun am 4. April verübt hat – zu einem Zeitpunkt, an dem noch keine fundierten Beweise vorlagen? Was ist nun die Wahrheit im Syrienkrieg? Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde: Ich weiß es. Dafür gibt es zu viele Puzzleteile. Wenn man versucht, das Puzzle an Verantwortlichkeiten in Syrien zusammenzusetzen, sind drei Phänomene zu beachten.

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