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Kolumne von Peter Otten
Wie Wunder anfangen

Die Kommunionkinder in diesem Jahr erinnern Peter Otten an seine eigene Erstkommunion. Und an einen Trick beim Beichten, den er damals gelernt hat.
vom 21.04.2026
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Teilen, bis alle etwas haben – das ist der einzige Hinweis, den Jesus beim »Brotwunder« gibt. (Foto: istock by Getty / Ekaterina Lanbina)
Teilen, bis alle etwas haben – das ist der einzige Hinweis, den Jesus beim »Brotwunder« gibt. (Foto: istock by Getty / Ekaterina Lanbina)

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Der Weiße Sonntag steht wieder an in diesen Wochen, in allen katholischen Gemeinden auf der Welt. Ich habe im Großen und Ganzen warme Erinnerungen an meine eigene Erstkommunion. Ich bin zusammen mit meinem Bruder gegangen, weil ich im ersten Schuljahr dank unserer Tageszeitung schon lesen konnte und meine Eltern sich vermutlich eine zweite Feier sparen wollten. Ein früher Hinweis darauf, dass das Leben oft aus praktischen Lösungen besteht, die im Rückblick eine schöne Poesie entwickeln.

Ich erinnere mich auch daran, wie ich Jesus kennengelernt habe. Das geschah nicht auf einmal, sondern scheibchenweise. In jeder Stunde, der Pfarrer Thol noch persönlich vorstand, kam eine neue Geschichte dazu. Dazu gab es Ausmalbilder, die ich mit großem Ernst koloriert und abgeheftet habe.

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Günter Siener 18.05.2026, 08:22 Uhr:
"Teilen bis alle etwas haben" ist sicher ein Impuls, den uns Jesus ins Stammbuch schreiben wollte. Das würde bestimmt auch heute noch den vielen Menschen helfen, die Hunger leiden müssen. - Eine andere Auslegung dieser Erzählung, die wir an sechs verschiedenen Stellen im Neuen Testament lesen können, nimmt einen anderen Hunger in den Blick, den Hunger nach dem Wort Gottes. Die fünf Brote symbolisieren hier die fünf Bücher Mose und die zwei Fische deuten hin auf die zwei Blöcke der Geschichts- und der Prophetenbücher. Das Wort Gottes, seine Zusage, unser guter Hirte zu sein, wird unter dem Segen Jesu von seinen Jüngern ausgeteilt und alle werden satt. Ja es ist noch so viel übrig, dass es für das ganze Volk reicht. - Kümmern wir uns heute um beide Arten von Hunger, lassen wir die Menschen nicht gehen, ohne ihnen die unbedingte Zuneigung Gottes gezeigt und zugesagt zu haben.

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