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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2018
Krone der Schöpfung?
Es ist Zeit für eine Grüne Reformation
Der Inhalt:

Nervengas und Geheimagenten

Polit-Thriller. Ein Giftgasangriff steht kurz bevor – mitten in New York. Irgendwo in der Metropole lagern Fässer, die mit Saringas gefüllt sind, einem geruchlosen, tödlichen Nervengas. Aber wo? Und wer steckt dahinter? Federal Agent Dominic Verrazzano nimmt die Ermittlungen auf, die ihn schließlich bis nach Syrien führen, hinein in den Bürgerkrieg. Der im Januar 2018 erschienene Thriller Die Damaskus Connection des britischen Autors Matt Rees ist spannender als jeder Tatort. Im Mittelpunkt stehen Auftragskiller und Agenten, ehemalige Elitesoldaten der US-Army und Mitarbeiter der UNO. Es geht um Freundschaft und Verrat, Waffenhandel und amerikanische Warlords, um Skrupellosigkeit und Mord. Das Buch hat zwei Helden: Den Agenten Verrazzano, der einem Superman gleich jeden Angriff abwehrt, und Martin Chavez, einen ehemaligen US-Soldaten, der im Irak-Krieg beide Beine verlor und nun im Rollstuhl sitzt. Bisweilen ist die Handlung überzeichnet, derart viel Action begegnet einem nicht mal bei einem Blockbuster auf der Leinwand. Am Ende kann man die vielen Toten gar nicht mehr zählen, und ob die Schilderungen von herausquellenden Gedärmen wirklich sein müssen, ist zu bezweifeln. Doch Rees, einigen bekannt durch seine Omar-Jussuf-Krimis, versteht es auf geniale Weise, den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. Manchmal ist es nicht einfach, ob der vielen Personen, die auftauchen, den Überblick zu behalten.

Wer Polit-Thriller mag, wird diese Neuerscheinung trotzdem verschlingen. Die zunächst vermutete Dichotomie zwischen den Guten und den Bösen kehrt Rees um. Und anders als der Titel annehmen lässt, sind es keine Syrer, die für die menschenver