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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2017
Was heißt Auferstehung?
Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Patrick Roth und der Theologin Margareta Gruber
Der Inhalt:

Besuch aus Algier und Amman

Warum wir Städtepartnerschaften mit arabischen Kommunen brauchen

Es ist noch nicht lange her, da waren Deutsche und Franzosen Erzfeinde. Gegenseitige Besuche, einander kennenlernen, das hat dazu beigetragen, dass die Vorbehalte nun passé sind. Wo Menschen auf Menschen treffen, werden Vorurteile abgebaut und Misstrauen weicht der Neugierde. Wesentlich dazu beigetragen hat das dichte Netz an Städtepartnerschaften, das einen Austausch zwischen Deutschen und Franzosen seit den 1960er-Jahren ermöglicht.

Heute gibt es neue Feindbilder, neue Vorurteile und Ängste vor »den anderen«, von denen aktuell viele Europäer glauben, dass sie aus der islamischen Welt kommen. Warum nicht das deutsch-französische Modell zum Vorbild für Städtepartnerschaften mit arabischen und nordafrikanischen Kommunen nehmen? Freiburg und Isfahan, Frankfurt am Main und Kairo, Stuttgart und Menzel-Bourguiba machen vor, wie das geht. Doch es sind bisher erst wenige und fast nur größere Städte, die solche Partnerschaften eingehen. Kleine Gemeinden sollten folgen. Deutsche Moscheen könnten in den Aufbau von Partnerschaften einbezogen werden.

In einem groß angelegten Programm mit Ländern wie Jordanien und Marokko, dem Libanon, Algerien und Oman könnten Städte ihren Bürgern wechselseitige Besuche und das Wohnen in Gastfamilien ermöglichen. Das dient dem Frieden und trägt dazu bei, dass Menschen nicht mehr so anfällig sind für Ressentiments gegenüber »den Arabern« oder »dem Westen«.

Denn wenn eine deutsche Familie mit einer arabischen zu Abend isst, die Kinder zusammen spielen und man sich gegenseitig Fotos von Zuhause zeigt, werden aus Fremden schnell Freunde. Die Politik täte deshalb gut daran, den Aufbau von Städtepartnerschaften zu fördern und voranzutreiben. Denn die Kraft de