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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2019
Wahrheit
Auf der Suche nach einem Ideal
Der Inhalt:

Ein Sprungbrett für die Armen

Dutzende Armensiedlungen umgeben Perus Metropole Lima. In Pachacútec bietet ein Ausbildungszentrum jungen Menschen eine Perspektive

Staubige, von Schlaglöchern bedeckte Straßen, windschiefe Behausungen, zwischen denen unzählige Hunde streunen, und Kinder, die an Kreuzungen die Insassen der passierenden Autos um Geld anschnorren. Alltag in Pachacútec, einem der jüngeren Viertel, die Perus Hauptstadt Lima wie ein Gürtel umschließen.

150 000 Menschen leben in dem Armenviertel, dessen Name den Willen zum Wandel signalisiert: Pachacútec heißt Weltveränderer. Der Name geht auf einen berühmten Inka zurück, der sein Reich von 1438 bis 1471 regierte.

Rund 7000 Familien hatten im Jahr 2000 das Areal nördlich des Flughafens von Lima besetzt und sich aus Bastmatten, Planen und Holz Notbehausungen in dem Ödland zusammengezimmert. Landflucht, die Suche nach besseren Perspektiven hat sie in die Zehnmillionen-Metropole geführt. Das Elend war unbeschreiblich. Erst im vergangenen Jahr wurde Pachacútec an die städtische Wasserversorgung angeschlossen.

Priester Javier del Río, heute Bischof von Arequia, und einige Kollegen aus benachbarten Diözesen versuchten den Menschen zu helfen und organisierten eine Nothilfe. Zudem schoben sie ein Zukunftsprojekt an: eine Arbeitsuniversität. 2004 eröffnete die von der katholischen Kirche initiierte Stiftung Fundación Pachacútec mitten in den Sandhügeln und im Geröll den Campus del Centro d’Estudios y Desarrollo Comunitario (Campus des Studienzentrums für kommunale Entwicklung, Cedec). Die Bildungseinrichtung richtet ihr Angebot an den lokalen Bedürfnissen aus. Sie ist eine Art Katalysator für die Entwicklung des Stadtteils Pachacútec.

Schnelle, aber soli