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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

Vorgespräch: Warum ist faire Ware so teuer?

von Lorenz Klumpp vom 25.03.2016
Fragen an Ramona Völz, die die Messe »Fair Handeln« in Stuttgart organisiert

Publik-Forum: Frau Völz, vom 31. März bis 3. April findet die Messe »Fair Handeln« in Stuttgart statt. Wer stellt dort aus?

Ramona Völz: Rund 150 Aussteller aus dem In- und Ausland. Da werden Lebensmittel, Textilien und Kunsthandwerk aus fairem Handel präsentiert, aber auch andere Bereiche, die mit global verantwortungsvollem Handeln verbunden sind: nachhaltiger Tourismus etwa, entwicklungspolitische Projekte oder alternative Modelle für verantwortliche Unternehmensführung sowie nachhaltige Finanzdienstleistungen.

Können Sie da mal ein konkretes Beispiel nennen?

Völz: Das Thema »Geldanlagen« ist besonders beratungsintensiv. Auch wenn man auf der Suche nach ethischen Alternativen ist: Wer wechselt schon einfach so seine Hausbank? Bei der Messe informieren die Aussteller die Besucher persönlich über ökologisch und sozial verträgliche Finanzprodukte und erklären ihnen genau, wofür ihr Geld verwendet wird.

An wen richtet sich die Messe?

Völz: Sowohl an Fachleute als auch an Verbraucher. Die Messe will nicht nur Produkte anbieten, sondern auch konkret zu global verantwortungsvollem Handeln ermuntern. Der Bildungsaspekt ist für uns zentral.

Immer mehr Menschen kaufen inzwischen Bioprodukte: Gilt das auch für Fair Trade?

Völz: Ja, auch der faire Handel wächst stetig. Das Ziel ist, so Mainstream zu werden wie der Biomarkt. Besonders im Trend liegen ökologische und faire Textilien, die auch junge Leute ansprechen. Auch Blumen werden verstärkt nachgefragt.

Ist es denn nachhaltig, fair gehandelte Blumen aus Afrika nach Europa zu schiffen?

Völz: Natürlich sollte man versuchen, regionale Produkte zu kaufen. Der CO2-Fußabdruck einer kenianischen Schnittrose ist aber niedriger als der einer Rose aus einem energieintensiven Gewächshaus in den Niederlanden. Im Winter ist es also sinnvoller, fair gehandelte Blumen zu nehmen.

Woran können sich Verbraucher orientieren?

Völz: Verbraucher sollten zum Beispiel auf das Fairtrade-Siegel achten. Auf Kaffee- und Schokoladenverpackungen sind diese gut sichtbar. Schwieriger wird es b

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