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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

Leserbriefe

Luther befremdet

Zu: »Der zweifelhafte Freiheitsheld«
(4/16, Seite 26-29)

Was hat der Verfasser eigentlich für Luthertexte gelesen? Vielleicht sollte er sich mit Autoren befassen, die keine blinden Lutherverehrer sind, aber seine Bedeutsamkeit für die Geschichte zu würdigen wissen und nicht in einem Totalverriss enden: unter anderem Kaufmann, Schilling und Schwarz. Der Autor hätte, auch wenn er mal evangelische Theologie studiert haben soll, Luther gleichzeitig in seiner Größe, in seinen Grenzen und in seinen Irrtümern darstellen sollen. Günter Brakelmann, Bochum

Der »zweifelhafte Freiheitsheld« befremdet auch Lutheraner. Doch könnte der juristisch geschulte Unternehmersohn nicht »groß Macht und viel List« genug gekannt haben, um seine Sache nicht zu überfrachten? Sollte er den Schutz eines »weisen« Fürsten verspielen? Mit dem »Priestertum aller Gläubigen« legte er den Grund für eine Kirche der Gleichheit und Freiheit. Dieter Kuhn, Hersbruck

Ein Artikel, der zu Luther einiges richtigstellt, aber zum Schluss meint, alles doch zum Guten wenden zu müssen, es verdreht oder uminterpretiert – und damit sich selbst entwertet. Luther hat seine Verdienste, aber heute, nach Aufklärung und Neuzeit, kann man ihn nicht mehr predigen. Wenn Sie aktuelle Predigten von Margot Käßmann lesen, hat sie diese Botschaft längst auf die heutige Zeit bezogen interpretiert: gleiche Rechte, Zusammenhalt, Reform und Veränderungswillen, Bildung für alle. Das sind wichtige