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Wenn alles zu viel wird

Immer mehr Menschen empfinden sich als »hochsensibel«. Die gute Nachricht: Es gibt Wege aus der Überforderung
von Andrea Teupke vom 09.03.2018
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Auch die Krimi-Helden werden immer dünnhäutiger. Kriminalkommissar Adam Danowski, den Till Raether in mittlerweile vier Romanen ermitteln lässt, muss gleich im ersten Band zum Neurologen. Wegen »der ganzen Sachen«, unter denen er leidet, »Kopfschmerzen, dass ich mich nicht konzentrieren kann, dass ich immer müde bin. Dass mir alles zu viel ist.« Doch statt des befürchteten Hirntumors diagnostiziert der Arzt »Hypersensibilität«. Das sei keine Krankheit, sondern eine »neurologische Besonderheit«, erfährt Danowski: »Menschen mit dieser Eigenschaft sind weitaus empfänglicher als andere für Sinnesreize und Eindrücke.« Die Kehrseite sei, dass »sie schnell erschöpft und überfordert sind«. Für die Leser des Romans ist das sehr unterhaltsam – ein zart besaiteter Ermittler auf Mörderjagd, der sich verzweifelt nach Pausen im Park sehnt, nicht zuhören mag, Besprechungen hasst und von seinen Kollegen für sonderbar gehalten wird. Für die Betroffenen ist das Leben mit Hochsensibilität jedoch alles andere als vergnüglich.

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