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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2018
Der Kampf um den Sand
Die Gier nach dem Rohstoff bedroht Mensch und Umwelt
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

als der Studentenführer Rudi Dutschke 1979 an den Spätfolgen des auf ihn verübten Attentats starb, widmete ihm Wolf Biermann ein Lied. Darin heißt es: »Er war sanft, wie alle echten Radikalen.« An diese Zeile musste meine Kollegin Eva-Maria Lerch denken, als sie Gretchen Dutschke zu einem »Leib-und-Seele-Gespräch« in Berlin traf. Sie sprach mit ihr über ihre persönlichen Erinnerungen ebenso wie über das Erbe der 68er und die politischen Herausforderungen der Gegenwart. »Liebenswürdig, sanft, geradezu jugendlich, dabei politisch radikal in ihrer Analyse«, so schildert Eva-Maria Lerch die 76-jährige Witwe des legendären Studentenführers. Das Gespräch lesen Sie auf Seite 42.

Etwas Radikales ist auch in die DNA des Pfarrerberufs eingeschrieben – allen Verbürgerlichungen zum Trotz. Doch was heißt es, Pfarrer zu sein in einer Zeit, in der das religiöse Desinteresse wächst und zentrale Glaubensbegriffe entweder im Museum der vergessenen Worte gelandet sind oder mühsam neu übersetzt werden müssen? Wozu noch Priester?, fragen wir ab Seite 26.

»Auf Sand gebaut« ist eine aus dem Evangelium abgeleitete Redewendung. Der sanfte Radikale aus Nazareth verglich mit diesem Bildwort Menschen, die seine Botschaft ignorieren, mit Häuslebauern, die kein ordentliches Fundament legen. In der realen Bauwirtschaft ist dagegen der Sand ein unabdingbarer Rohstoff. Weil er knapp wird und sich nicht jeder Sand zum Bauen eignet, ist in vielen Teilen der Erde ein erbitterter Kampf ausgebrochen. Barbara Tambour nimmt uns mit an die Schauplätze dieses Krieges und stellt Personen vor, die dagegen Widerstand leisten – und deswegen mit dem Tod bedroht werden.

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