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Aufgefallen
Die Zornige

Emma González überlebte das Schulmassaker von Florida. Ihre zornige Rede macht sie zur Ikone der Bewegung für schärfere Waffengesetze in den USA
von Anne Strotmann vom 09.03.2018
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Die 18-Jährige fällt auf – mit kurzrasierten Haaren und entschlossenen Worten. In elf Minuten wurde sie zum Gesicht einer Bewegung. So lange dauerte ihre Wutrede, nachdem an ihrer High School in Florida ein 19-Jähriger mit einem halbautomatischen Gewehr 17 Menschen getötet hatte. Es war eine Rede gegen lasche Waffengesetze, gegen den Täter, vor allem aber gegen die Ignoranz der Bevölkerung, die sich mit Amokläufen an Schulen abgefunden zu haben scheint. Doch dieses Mal verschwindet das Thema nicht nach ein paar Beileidsbekundungen. Das liegt vor allem an Emma González und ihren Mitschülern: »Wenn ›Gedanken und Gebete‹ alles sind, was der Präsident kann, dann müssen eben wir für Veränderung sorgen.« Sie habe alle Argumente für schärfere Waffengesetze schon so oft im Unterricht diskutiert und könne »nicht verstehen, dass es schwerer ist, Pläne fürs Wochenende zu machen als eine automatische Waffe zu kaufen«. Während sie spricht, wischt sie sich immer wieder mit der Hand übers Gesicht, aber ihre Worte sind laut, energisch, zornig. González ist kein Profi. Sie schreit, verhaspelt sich, sagt Dinge, die ihr ein Berater wohl ausreden würde. Aber sie trifft den Nerv.

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