Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2018
Der Kampf um den Sand
Die Gier nach dem Rohstoff bedroht Mensch und Umwelt
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg und Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen, hat nach einem Besuch des bayerischen Transitzentrums in Manching bei Ingolstadt die dort herrschenden Bedingungen kritisiert. Kürzere Asylverfahren dürften nicht dazu führen, dass humanitäre Standards nicht eingehalten werden. Gabriele Störkle, Fachbeauftragte der Caritas im Transitzentrum, beklagte, dass alles, was integrative Wirkung zeige, verboten werde. »Die Menschen leben am Stadtrand, dürfen keine Sprachkurse besuchen, nicht arbeiten, haben nur ein kleines Taschengeld. Die Kinder besuchen keine Kindertagesstätte und nur wenige die Regelschule.« Alles sei auf Ausgrenzung ausgerichtet.

Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, ist enttäuscht, dass Brasiliens Oberstes Gericht die umstrittene Amnestie für Landwirte, die illegal Wald abholzen, bestätigt hat. Sofern sich die Täter zu Wiedergutmachungen verpflichten, wird ihnen die Strafe für illegale Abholzungen erlassen. Die 2012 unter Dilma Rouseff beschlossene Amnestie setze ein falsches Signal an die Landwirte, kritisieren auch Umweltschützer. Seit dem Inkrafttreten des Waldgesetzes 2012 sind die Abholzungsraten in Brasilien wieder angestiegen. Das Oberste Gericht bestätigte auch die Reduzierung der sogenannten »reserva legal«. Bisher mussten Landbesitzer in der Amazonasregion achtzig Prozent der Waldfläche ihrer Grundstücke erhalten. Nun dürfen sie fünfzig Prozent abholzen, wenn ihr Grundstück in einer Region l