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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2017
Weisheit aus der Wüste
Das spirituelle Erbe der frühen Christen
Der Inhalt:

Wie tanzt Stuttgart?

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 10.03.2017
vorgespräch: Fragen an Martina Grohmann, Intendantin des Theaters »Rampe« in Stuttgart, zum Festival »6 Tage frei – Tanz und Theater in Baden-Württemberg«

Publik-Forum: Frau Grohmann, Anfang April findet in Stuttgart das Tanz- und Theaterfestival »6 Tage frei« statt. Was erwartet die Besucher dort?

Martina Grohmann: Da kann man in geballter Form Einblicke in die vielfältige freie Tanz- und Theaterszene im deutschen Südwesten gewinnen, trifft auf die unterschiedlichsten Künstler und Stile. Bei der Veranstaltung »Inclusio – die ultimative Literaturshow« stehen beispielsweise auch Menschen mit Behinderung auf der Bühne. Sie spielen Szenen aus der Weltliteratur vor, und das Publikum muss raten, um welches Werk es sich handelt. Der Regisseur Axel Clesle hat dabei Laienschauspieler mit professionellen Künstlern zusammengebracht. Auch der kanadische Choreograf Eric Gauthier hat mitgearbeitet und der Bassgitarrist Wolfgang Schmid.

Und was steht in puncto Tanz an?

Grohmann: Tanz und Theater lassen sich heute oft nicht mehr sauber trennen. Es werden also ausgezeichnete Crossover-Produktionen zu sehen sein. Und ausgezeichnet ist hier im doppelten Wortsinne gemeint: Im November 2016 wurden sie von einer überregionalen Jury mit dem Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Es sind oft kleine Produktionen, die es schwerer haben, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Denn freie Künstler, die nicht zu einem Haus gehören, produzieren unter anderen Bedingungen als feste Ensembles. Ihnen geben wir eine Bühne.

Die liegt nicht nur in Stuttgart …

Grohmann: Stimmt. Wir laden Festivalbesucher ein zu einem Ausflug in den kleinen Ort Michelbach an der Lücke. Dort wurde das ganze Dorf inszeniert und zum Schauplatz von Theater gemacht. Es ist eine Art Parcours aus Theaterinstallationen. Die Performancekünstler Melanie Mohren und Bernhard Herbordt haben in leerstehenden Häusern in Michelbach ein Kino, ein Museum, ein Archiv und vieles mehr eingerichtet. Das sind jetzt auch Begegnungsorte. Die Michelbacher führen eine Symphonie auf, und es gibt Mittagessen im Dorfwirtshaus. So verschwimmen die Grenzen zwischen Theater und Realität.

Sie haben die freie Künstlerszene aus München, Hamburg und Berlin mit eingeladen. Dient das Festival auch dem Austausch der Tänzerinnen und Schauspieler?

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