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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2016
Martin Luther: Der zweifelhafte Freiheitsheld
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

Frauke Petry, Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), hat die Position der Kirchen in der Flüchtlingspolitik als »verlogen« bezeichnet. Sie kümmerten sich kaum um die Hilferufe der Christen im Nahen Osten: »Inzwischen erheben einige Amtsträger der deutschen Kirchen ihre Stimme offenbar mehr für Muslime als für ihre eigenen Glaubensbrüder«, sagte Petry der Stuttgarter Zeitung. Reinhard Marx, Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, wies die Vorwürfe zurück: »Wir tun als Kirche alles, um allen zu helfen.« Mit einer Vertreterin der AfD zu reden, sei für ihn zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, erscheine ihm aber sinnlos: »Wir reden hier über die AfD, und jede Woche ersaufen die Leute im Mittelmeer«, sagte er ungehalten. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, kritisierte »die menschliche Kälte« der Rechtspopulisten. Sie schlage aber zum Glück »nicht durch auf das warmherzige Mitgefühl der breiten Bevölkerung«.

David Spiegelhalter, britischer Statistiker, rät im Umgang mit alltäglichen Risiken zu Gelassenheit. »Das Leben wäre unerträglich, gingen wir keine Risiken ein«, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Am sichersten sei der Mensch heute in der westlichen Gesellschaft im Alter von sieben Jahren: »So sicher ist noch niemand in der Geschichte der Menschheit gewesen. Und dennoch fahren wir die Kinder mit dem Auto zu Schule und machen uns furchtbare Sorgen um sie.«

Filippo Grandi, UN-Flüchtlingskommissar, wirft den Europäern vor, Deutschland und einige wenige andere Staaten in der Flüchtlingskrise alleingelassen zu haben. »Beim Thema Registrierung und Verteilung hat die europäische Kooperation und Solidarität völlig versagt«, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Deutschlands Flüchtlingspolitik und insbesondere die Haltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte er »couragiert«: »Wir wollen, dass Europa mehr macht.«

Papst Franziskus hat sich für die Nutzung von Verhütungsmitteln a

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