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Pfadfinderschaft St. Georg
»Kein sicherer Ort für Jugendliche«

Enge Zusammengehörigkeit und mangelnde Kontrolle begünstigen Missbrauch.
vom 11.02.2026
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Romantisch, aber kein sicherer Ort: das Pfadfinderlager. (Foto: PA/DPA/Bernd Wüstneck)
Romantisch, aber kein sicherer Ort: das Pfadfinderlager. (Foto: PA/DPA/Bernd Wüstneck)

Laut einer Studie der Universitäten Marburg und Gießen ist die Pfadfinderbewegung DPSG kein »sicherer Ort« für Jugendliche. Vielmehr gleiche sie einem »Haus mit beschädigtem Fundament«, in dem Übergriffe durch toxische Familiendynamiken begünstigt würden und Mitwisser schwiegen.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 3/2026 vom 13.02.2026, Seite 40
Trotzdem mit der Ruhe
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Warum Gelassenheit uns weiterbringt

Das ausgeprägte Zusammengehörigkeitsgefühl bilde aufgrund mangelnder Kontrolle ein Einfallstor für sexuelle Übergriffe. Da die DPSG nicht streng hierarchisch, sondern föderal aufgebaut ist, lassen sich laut Studie weder einzelne Schuldige benennen noch belastbare Zahlen von Missbrauchsbetroffenen feststellen. Typische Muster aber zeigten sich: die charismatische Leitergestalt, die ihre Stellung ausnutzt, nicht geahndete sexuelle Gewalt unter Gleichaltrigen sowie »Grooming« (vermeintliche Fürsorge zum Anbahnen sexueller Kontakte). 93 Prozent der befragten Pfadfinderinnen und Pfadfinder gaben an, sexualisierte Gewalt schon einmal beobachtet zu haben.

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