Pfadfinderschaft St. Georg
»Kein sicherer Ort für Jugendliche«

Laut einer Studie der Universitäten Marburg und Gießen ist die Pfadfinderbewegung DPSG kein »sicherer Ort« für Jugendliche. Vielmehr gleiche sie einem »Haus mit beschädigtem Fundament«, in dem Übergriffe durch toxische Familiendynamiken begünstigt würden und Mitwisser schwiegen.
Das ausgeprägte Zusammengehörigkeitsgefühl bilde aufgrund mangelnder Kontrolle ein Einfallstor für sexuelle Übergriffe. Da die DPSG nicht streng hierarchisch, sondern föderal aufgebaut ist, lassen sich laut Studie weder einzelne Schuldige benennen noch belastbare Zahlen von Missbrauchsbetroffenen feststellen. Typische Muster aber zeigten sich: die charismatische Leitergestalt, die ihre Stellung ausnutzt, nicht geahndete sexuelle Gewalt unter Gleichaltrigen sowie »Grooming« (vermeintliche Fürsorge zum Anbahnen sexueller Kontakte). 93 Prozent der befragten Pfadfinderinnen und Pfadfinder gaben an, sexualisierte Gewalt schon einmal beobachtet zu haben.
Die Studie im Netz: dpsg.de




