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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2021
Gottes Land
Politischer Streit über eine biblische Verheißung
Der Inhalt:

Spiritprotokoll
Boxkampf mit Gott

von Georg Magirius vom 12.02.2021
In der Krise ertrage ich keine frommen Sprüche. Nur auf dem wilden, schreienden Pfad der Psalmen finde ich manchmal Frieden
Will keinen billigen Trost: Georg Magirius (Foto: Damm)
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Jetzt, in der Krise, höre ich kaum ein Wort, das mich aufbaut. Keins, das ich der Krankheit und dem Tod mit Macht entgegenschleudern könnte. Stattdessen studiere ich Tabellen und Zahlen, die so beeinflusst werden sollen, dass das System nicht kollabiert. Oder ich höre spirituelle Ermutigungen: »Trotz allem lässt sich Gutes sehen.« »Es gilt, das Kleine zu achten.« »Nach jeder Dunkelheit kommt ein Morgen.« Oder: »In Jesus Christus hat Gott unwiederrufbar sein Wort der Liebe in der Welt hinterlegt.« Wenn ich solche Ermunterungen höre, werde ich tatsächlich munter. Aber anders, als von den Hilfestellern erhofft: Ich rege mich kolossal auf, was nicht gerade spirituell und friedlich wirkt.

Starke Gefühle wie diese Empörung gelten in vielen spirituellen Traditionen als Anfängerfehler. Denn der Weg zur

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