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Gemeinsam nutzen statt individuell besitzen

von Heike Baier vom 09.02.2018
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Welche Antworten der genossenschaftliche Wohnungsbau auf die Frage hat, wie wir in Zukunft leben wollen, lässt sich seit 2015 in Zürich besichtigen. Weit draußen am Rand der Stadt gelegen, in einem unwirtlichen Gewerbegebiet, gilt das Quartier »mehr als wohnen« schon jetzt als Mekka für Architekturstudenten aus aller Welt. Fünfzig Schweizer Wohngenossenschaften haben sich hier zusammengetan, um ein Best-of ihrer Ideen für neue Lebensformen zu realisieren: Auf einem ehemaligen Industriegelände leben 1200 Menschen in ganz unterschiedlichen Wohnungen, vom kleinen Studio bis zur Satelliten-WG mit zwölf Zimmern und großem Gemeinschaftsbereich. Die Mieten im Quartier liegen zwanzig bis dreißig Prozent unter den Marktmieten. Bei der Vergabe der begehrten Mietverträge war es das Ziel, die demografische Zusammensetzung der Stadt Zürich abzubilden, was Alter, Bildung oder Einkommen angeht.

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