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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2017
Steife Brise
Wie der Streit um die Windkraft gelöst werden kann
Der Inhalt:

»Der europäische Funke springt über«

Der Frankfurter Rechtsanwalt Daniel Röder bringt Menschen für Europa auf die Straße

Nach dem Brexit-Votum vergangenen Sommer war ich wie gelähmt. Dass die Briten austreten wollen, hat mich echt umgehauen. Als dann im November auch noch Trump gewählt wurde, wurde mir klar: Die Zeit des blinden Gottvertrauens und der Hoffnung, dass alles von alleine gut wird, ist vorbei. Wir müssen den Trumps dieser Welt etwas entgegensetzen! Und bei aller Reformbedürftigkeit: Die EU ist ein großartiges Friedensprojekt. Das dürfen wir uns von Nationalisten nicht kaputt machen lassen. Wir müssen jetzt Zeichen setzen, sonst kann es zu spät sein. Deshalb habe ich gemeinsam mit meiner Frau und einigen Freunden die Bürgerinitiative »Pulse of Europe« gegründet.

Es begann alles mit einer E-Mail, die wir im Freundeskreis verschickten. »Lasst uns die Pro-Europäer auf die Straße bringen«, schrieben wir darin. Als zu einem ersten Treffen 200 Leute kamen, wussten wir: Gemeinsam können wir etwas bewegen. Nun treffen wir uns jeden Sonntag um 14 Uhr auf dem Goetheplatz in Frankfurt, und von Mal zu Mal werden es mehr: Vergangenen Sonntag waren schon um die 700 Leute da. Der Platz hat kaum ausgereicht für unsere Menschenkette! Dabei entsteht viel Energie und ein großes Gemeinschaftsgefühl. Junge Familien sind genauso dabei wie Alt-68er und Studenten; neulich griff eine 14-Jährige spontan zum Mikrofon – das fand ich großartig. Und der europäische Funke springt über: Ich bekomme fast täglich Anfragen aus anderen Städten. Inzwischen gibt es Pulse of Europe auch in Freiburg, Karlsruhe, Köln und Amsterdam. Ich hoffe, dass sich auch andernorts noch viele Menschen anschließen!

Ich habe eine Vollzeitstelle als Rechtsanwalt, und nun kommt mit der Organisation der sonntäglichen Demos noch ein halber Job dazu. Die Mittagspausen,