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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2018
Publik-Forum Ausgabe 2/2018: 1968. Ein irres Jahr
Der Inhalt:

»Wir haben ein Recht auf Unvollständigsein«

von Birgit-Sara Fabianek vom 26.01.2018
Kaum etwas macht das Leben so anstrengend wie Perfektionismus. Doch es geht auch anders: Der Theaterautor und Regisseur Jörg Albrecht über den Ernst des Spielens und wieso es kein Drama ist, aus seiner Rolle zu fallen

Publik-Forum: Wenn Kinder spielen, dann sagen sie gern so was wie »Ich wäre wohl jetzt ein Riese«, und schon sind sie in einer anderen Welt. Ist dieses So-tun-als-ob eine Art Zauberformel fürs Spielen?

Jörg Albrecht: Ja. Sie erinnert uns daran, dass wir alle Konstrukteure unserer eigenen Wirklichkeit sind. Wer spielt, probiert aus, verschiebt Grenzen und entdeckt: Es gibt nicht die eine Wahrheit. Was ich als wahr erlebe, hängt von der Perspektive ab, mit der ich auf die Welt gucke: Meine Wirklichkeit als Riese ist eine andere denn als Zwerg. Spielen ist Leben im Konjunktiv.

Wieso ist dieser Konjunktiv so wichtig?

Albrecht: Weil ohne den Spielraum für Möglichkeiten nichts Neues entsteht. So-tun-als-ob ist ja nicht nur die Vereinbaru

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