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»Wie süß, mein Syrer war einkaufen«

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 24.03.2016
Kilian Kleinschmidt leitete eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Heute sagt der Krisenmanager: Viele Helfer übertreiben es mit der Bevormundung. »Sie halten Flüchtlinge wie Meerschweinchen. Dutzende von Menschen springen um ›die Armen‹ herum, anstatt ihnen zu vermitteln: Ihr seid selbst für euch verantwortlich«
Krisenmanager Kilian Kleinschmidt (Foto) sagt: »Viele Helfer übertreiben es mit der Bevormundung. Es ist besser, Flüchtlingen zu vermitteln: Ihr seid selbst für euch verantwortlich.« (Foto: pa/dpa/Soeren Stache)
Krisenmanager Kilian Kleinschmidt (Foto) sagt: »Viele Helfer übertreiben es mit der Bevormundung. Es ist besser, Flüchtlingen zu vermitteln: Ihr seid selbst für euch verantwortlich.« (Foto: pa/dpa/Soeren Stache)
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Publik-Forum: Herr Kleinschmidt, Sie sagen, Flüchtlinge werden viel zu häufig nur als Opfer gesehen. Was ist falsch daran, Mitleid zu empfinden?

Kilian Kleinschmidt: Diese Mitleidsschiene macht Menschen gleich doppelt zum Opfer. Denn es gibt nichts Unangenehmeres, als ständig daran erinnert zu werden, dass man anders ist. Dass man angeblich zu einer anderen Kategorie Mensch gehört – der Kategorie Flüchtling.

Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bemuttern »ihre« Flüchtlinge regelrecht. Tut man den Menschen damit einen Gefallen?

Kleinschmidt: Nein, das tut man nicht. Das ist zwar gut gemeint, aber viele Ehrenamtliche übertreiben es mit der Bevormundung. Man kann fast den Eindruc

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