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Wem geben Sie Ihre Stimme?

Mehmet Daimagüler, Christel Neudeck, Ulrich Lilie: Sie gehen am Sonntag zur Bundestagswahl. Publik-Forum.de hat sie und 24 weitere Persönlichkeiten gefragt: »Wen wählen Sie?« Lesen Sie hier die Antworten des Rechtsanwalts im NSU-Prozess, der Mitgründerin der Grünhelme und des Theologen
Mehmet Daimagüler (links). Christel Neudeck, Ulrich Lilie: Wem geben sie ihre Stimme bei der Bundestagswahl 2017? (Fotos: pa/dpa/Horst Galuschka; pa/dpa/Marijan Murat; pa/dpa/Arno Burgi)
Mehmet Daimagüler (links). Christel Neudeck, Ulrich Lilie: Wem geben sie ihre Stimme bei der Bundestagswahl 2017? (Fotos: pa/dpa/Horst Galuschka; pa/dpa/Marijan Murat; pa/dpa/Arno Burgi)

Mehmet Daimagüler: »Für mich zählen die Werte des Grundgesetzes«

Publik-Forum.de: Wie wichtig nehmen Sie die Bundestagswahl?

Mehmet Daimagüler: Extrem wichtig. Die beste Antwort auf Extremisten ist eine hohe Wahlbeteiligung.

Was soll in Deutschland anders werden? Worauf hoffen Sie?

Daimagüler: Ich hoffe, dass Deutschland seinen Weg hin zu einem verantwortungsvollen, weltoffenen Land, eingebettet in einem solidarischen Europa, weiter geht und sich nicht irre machen lässt, von Schreihälsen im In- und Ausland.

Wem geben Sie Ihre Stimme?

Daimagüler: Einer demokratischen Partei, die für die Werte unseres Grundgesetzes einsteht, ohne Wenn und Aber.

Christel Neudeck: »Wichtig ist eine vernünftige Einwanderungspolitik«

Publik-Forum.de: Frau Neudeck, wie wichtig ist Ihnen die Bundestagswahl?

Christel Neudeck: Die Wahl ist ein Privileg. In vielen Ländern träumen die Menschen von einer solchen Möglichkeit. Besonders junge Wähler sollten wählen gehen. Im Urland der Demokratie, in England, waren die Jungen nach der Wahl schockiert von dem Ergebnis, dessen Folgen nun vor allem ihre Generation trifft. Von Amerika und Herrn Trump ganz zu schweigen.

Was soll sich in Deutschland ändern? Worauf hoffen Sie?

Neudeck: Wenn wir unsere Umwelt wirklich ernst nehmen, müssen wir zu Verzicht bereit sein! Das lässt sich schlecht »verkaufen«, ist aber überlebensnotwendig. Rupert Neudeck hat zum Beispiel mit seiner zehnjährigen Enkelin die OPP gegründet, die »Ohne-Plastik-Partei«. Sie haben eine Satzung entwickelt, Ziele formuliert… Man muss junge Menschen mit einer Vision packen und sie für Politik begeistern.

Wichtig ist auch eine vernünftige Einwanderungspolitik. Flüchtlinge, die sich nicht integrieren wollen, müssen das negativ spüren. Und die, die sich anstrengen, positiv.

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Seit Menschengedenken war der Himmel vor allem eines: der Sitz der Götter. Diese Naivität gibt es nicht mehr. Dennoch fasziniert uns der Himmel immer noch. /mehr

Ich fände es gut, wenn gewaltbereite und gewalttätige Randalierer den Schaden, den sie angerichtet haben, durch konkrete Arbeit wieder gut machen müssten.

Unsere Kinder glauben, dass die Digitalisierung ein wichtiges Thema ist, – davon verstehe ich zu wenig.

Wem geben Sie Ihre Stimme

Neudeck: Das verrate ich nicht. Es ist eine geheime Wahl.

Ulrich Lilie: »Ich sorge mich um zunehmend ungleiche Lebensverhältnisse«

Publik-Forum.de: Wie wichtig ist Ihnen die Bundestagswahl?

Ulrich Lilie: Alle vier Jahre dürfen die Deutschen über ihre politische Zukunft mitentscheiden. Für das Wahlrecht wurde jahrhundertelang gekämpft, und in vielen Teilen der Welt ist es bei Weitem nicht selbstverständlich. Unsere parlamentarische Demokratie ist die beste Gesellschaftsform, die Deutschland je hatte. Sie lebt davon, dass vom Wahlrecht Gebrauch gemacht wird.

Was ist für Sie das drängendste politische Problem in Deutschland?

Lilie: Ich sorge mich um die zunehmend ungleichen Lebensverhältnisse in Deutschland. Einerseits nimmt das Gefälle zwischen den städtischen Metropolen – insbesondere den Boom-Städten wie München, Stuttgart oder Frankfurt am Main – und strukturschwachen Gegenden des industriellen Umbruchs – etwa im nördlichen Ruhrgebiet oder im Osten Deutschlands – zu. Auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land werden wieder prägnanter. Ein völliger Ausgleich ist eine Utopie. Aber der Wohnort darf nicht über die Trennung zwischen Wohlstand und Armut bestimmen.

Verraten Sie uns, wem Sie Ihre Stimme geben?

Lilie: Aus guten Gründen ist die Wahl geheim. Aber seien Sie sicher: Ich werde meine Stimme abgeben.

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