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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2018
Krone der Schöpfung?
Es ist Zeit für eine Grüne Reformation
Der Inhalt:

Was ist heute links?

von Anna Lehmann vom 17.04.2018
Die Große Koalition bietet der Linkspartei eigentlich eine große Chance zur Profilierung. Doch anstatt sie zu nutzen, streiten ihre Spitzenfrauen Sahra Wagenknecht und Katja Kipping um den richtigen linken Weg
Beim Streit zwischen der Linken-Parteivorsitzenden Katja Kipping (links) und der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht geht es um mehr als um persönliche Animositäten (Foto: Popow/Ullstein)
Beim Streit zwischen der Linken-Parteivorsitzenden Katja Kipping (links) und der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht geht es um mehr als um persönliche Animositäten (Foto: Popow/Ullstein)

Auf den ersten Blick erscheint der ständige Streit in der Linkspartei wie ein »Zickenkrieg« zwischen zwei machtbewussten Frauen. Da stichelt Sahra Wagenknecht, die Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag, gegen die Parteivorsitzende Katja Kipping öffentlich in der Zeitung Neues Deutschland: »Eine Partei in der es ständig Streit und interne Reibereien gibt, wird nicht gut geführt«, schrieb Wagenknecht. Ein paar Tage darauf setzen die engsten Vertrauten von Kipping in der Bundestagsfraktion zum Gegenschlag an: Wagenknecht solle doch erst in ihrem Laden, nämlich der Fraktion, aufräumen. Dort gebe es eine Vielzahl von Konflikten.

Viele politische Beobachter erklären den Konflikt zwischen den beiden prominenten Spitzenfrauen der Partei sehr simpel: mit der Fundamental-Linken Wagenknecht und der pragmatischen Linken Kipping stünden sich zwei Frauen gegenüber, die unterschiedliche Flügel der Partei repräsentieren und sich schlicht nicht leiden könnten. Doch das greift zu kurz; es geht bei diesem Konflikt um viel mehr. Es geht um gegensätzliche Entwicklungen der Partei in Ost und West, es geht um unterschiedliche politische Strategien für die Zukunft. Und nicht zuletzt geht es um die Frage: Was heißt heute links?

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Kommentare
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Heidrun Meding
19.04.201811:38
Wenn es der Partei DIE LINKE bis zum Ende der Bundeswahlperiode nicht gelingt, dem Wahlvolk ein schlüssiges Programm für einen Demokratischen Sozialismus vorzustellen, dürften ihre Tage gezählt sein.
Das "Kommunistische Manifest" könnte dabei Formulierungshilfe sein.
Dort heiß es: Jeder nach seinen Möglichkeiten und jedem nach seinen Bedürfnissen.
Leider lassen sich aus dem Programm der früheren SED keine Anhaltspunkte herausschälen, da es sich dort um eine Erziehungsdiktatur, aber nicht um Demokratischen Sozialismus gehandelt hat.
Wünschen wir Katja Kipping und Sahra Wagenknecht alles Gute!