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Reiche geben, Arme nehmen: Die traditionelle Entwicklungshilfe stößt auf wachsende Kritik. Fachleute fordern eine neue Entwicklungspolitik – für den Süden wie auch für den Norden
von Sebastian Drescher vom 05.12.2014
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Reiche geben, Arme nehmen? Das traditionelle Bild der Entwicklungshilfe ist hintergründig voller Vor- und Fehlurteile. Nicht nur deshalb fordern Fachleute eine neue Entwicklungspolitik. (Foto: thinkstock/gettyimages/Purestock)
Reiche geben, Arme nehmen? Das traditionelle Bild der Entwicklungshilfe ist hintergründig voller Vor- und Fehlurteile. Nicht nur deshalb fordern Fachleute eine neue Entwicklungspolitik. (Foto: thinkstock/gettyimages/Purestock)

Die Ebola-Epidemie in Westafrika ist eine humanitäre Katastrophe. Sie ist aber auch ein Symptom für die gescheiterte Entwicklungspolitik der vergangenen Jahrzehnte. Liberia ist ein Beispiel dafür. Auch in diesem Land mit vielen Ebola-Fällen gab und gibt es Hilfsprojekte. Doch die Strukturen im Gesundheitswesen sind schwach wie eh und je. Die staatlichen Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet und heillos überfordert. Es fehlt an geschultem Personal, Ausrüstung und Medikamenten. Oft sind die Krankenhäuser deshalb kein Ort der Hilfe, sondern Hort neuer Infektionen. »Es wurde versäumt, ein intaktes Gesundheitssystem aufzubauen«, sagt Thomas Gebauer, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Medico International. Die Nothilfe sei bitter nötig und werde den Ausbruch eindämmen. »Aber was kommt danach, machen wir dann einfach weiter wie bisher?«

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