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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2019
Homosexualität und Kirche
Wo ist das Problem?
Der Inhalt:

Nutzt Donald Trump der Welt?

von Ludwig Greven, Ruprecht Polenz vom 24.07.2019
Wohl kein US-amerikanischer Präsident hat so sehr polarisiert, wie Donald Trump es tut. Die Mehrheit der Europäer lehnt ihn ab, in den USA dagegen scheint der Stamm seiner Anhänger stabil. Hat seine bisherige Amtszeit der Welt etwas gebracht? Uns interessiert Ihre Meinung! Hier streiten ein Journalist und ein Politiker
Nutzt Trump der Welt? »Ja!«, findet der Journalist Ludwig Greven (links). »Nein!«, sagt der Politiker Ruprecht Polenz. (Fotos: Wikimedia; PA/ZB/Karlheinz Schindler)
Nutzt Trump der Welt? »Ja!«, findet der Journalist Ludwig Greven (links). »Nein!«, sagt der Politiker Ruprecht Polenz. (Fotos: Wikimedia; PA/ZB/Karlheinz Schindler)

Ludwig Greven: »Ja, er nutzt ihr!«

»Donald Trump ist sicherlich einer der schlechtesten, wenn nicht der schlechteste US-Präsident der Neuzeit. International irrlichtert er. Nüchtern betrachtet jedoch macht er manches besser als seine Vorgänger: Anders als Friedensnobelpreisträger Barack Obama und anders als die beiden Bushs hat er noch keinen Krieg angefangen, auch wenn er den Konflikt mit Iran schürt. Im Gegenteil: Er will die restlichen US-Truppen aus dem Irak und aus Syrien abziehen, und er bemüht sich intensiv um eine Lösung des Atomstreits mit Nordkorea, was keinem seiner Vorgänger gelungen ist.

Den Rückzug der USA als Weltordnungsmacht hat nicht Trump, sondern Obama eingeleitet, ebenso die Politik gegen den imperialen Gegner China. Obamas Nachfolger setzt dies zwar aggressiv, aber durchaus mit Berechtigung fort. Für die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran hat Trump ebenfalls einige Punkte auf seiner Seite: Das Land hat seine atomar bestückbaren strategischen Raketen weiterentwickelt, und es bedroht mit seiner Kriegsbeteiligung in Syrien und Jemen und mit der Unterstützung zahlreicher Terrormilizen die gesamte Region. Trump hat zudem Erfolg: Die Führung in Teheran ist jetzt zu Verhandlungen mit ihm bereit.

Ähnlich beim Handelskonflikt. Trump hat recht: China und die EU verlangen zum Teil höhere Zölle auf US-Waren als umgekehrt, auch andere Länder behandeln sie unfair. Ob er mit seinem Brachialkurs sein Ziel erreicht, die US-Wirtschaft zu stärken, ist allerdings zu bezweifeln.

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