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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2017
Vorwärts, Europa!
Wie die Politologin Ulrike Guérot die EU revolutionieren will
Der Inhalt:

Merkels Mädchen

von Eva-Maria Lerch vom 26.08.2017
Die Tränen, die Reem Sahwil bei ihrer Begegnung mit der Kanzlerin vergoss, haben vielleicht das Land verändert. Aber nicht ihre eigene Lage
Reem Sahwil: Die 16-Jährige sehnt sich nach einer dauerhaften Heimat. (Foto: Heyne Verlag/ Susanne Krauss)
Reem Sahwil: Die 16-Jährige sehnt sich nach einer dauerhaften Heimat. (Foto: Heyne Verlag/ Susanne Krauss)

Es gibt Leute, die behaupten, dass Reem Sahwil die Flüchtlingspolitik unseres Landes verändert hat. Dass es die Tränen der 14-Jährigen waren, die Angela Merkel letztlich dazu bewegten, 2015 die Grenzen für den großen Strom der Geflüchteten zu öffnen. Zwei Jahre nachdem die palästinensische Teenagerin als »weinendes Flüchtlingsmädchen« bekannt wurde, steht sie nun wieder in der Öffentlichkeit. Sie hat ihre Biografie geschrieben: »Ich habe einen Traum. Als Flüchtlingskind in Deutschland«.

In dem Buch beschreibt Reem auf fast malerisch-orientalische Weise ihre Kindheit im palästinensischen Flüchtlingsviertel Wavel im Libanon. Ihre Familie lebt da bereits in der vierten Generation in dem Lager. Alles ist armselig und verkommen, aber die Großfamilie mit all den Opas, Tanten und Cousinen bietet ihr doch eine warme Heim

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