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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2017
Vorwärts, Europa!
Wie die Politologin Ulrike Guérot die EU revolutionieren will
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

George Clooney, international bekannter amerikanischer Filmstar, produziert einen Dokumentarfilm über den guatemaltekischen Bischof Juan Gerardi Conedera, der 1998 von Armeeangehörigen ermordet wurde. Gerardi war der Hauptinitiator eines umfassenden Untersuchungsberichtes über Menschenrechtsverletzungen, den die katholische Kirche zwei Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges in Guatemala (1960-1996) vorgelegt hatte. Er konnte belegen, dass mehr als neunzig Prozent der Morde auf Armee, Paramilitärs und sogenannte Zivilpatrouillen (PAC) zurückgingen; für etwa neun Prozent war demnach die Guerilla verantwortlich. Der Mord an ihm ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Clooneys Film ist Teil einer sechsteiligen Serie über politische Morde.

Pia Klemp, Kapitänin eines Rettungsbootes im Mittelmeer, hat auf die Brutalität der libyschen Küstenwache hingewiesen: »Es handelt sich um eine völlig wahnsinnige Truppe, die wie im Wilden Westen auftritt – niemand kann sicher sein, ob er nicht von ihnen beschossen wird.« Stefan Bihl, Leiter der Johanniter Unfallhilfe im Kongo, beklagt, dass zivile Helfer weltweit immer häufiger Ziel von Attacken werden. Angreifer sind »Rebellen, Milizen, bewaffnete Banden, die keiner wirklichen Kommandostruktur gehorchen.« Das mache die Situation für Helfende noch schwieriger. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 288 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen angegriffen, 101 von ihnen kamen dabei ums Leben. In diesem Jahr wurden bereits 136 Angriffe gezählt. Das größte Risiko, getötet zu werden, tragen jedoch einheimische Helfer vor Ort. Neun von zehn Angriffen richten sich gegen Einheimische, die mit den Hilfsorganisationen zusammenarbeiten.

Kyriakos Tsaousis, Chef einer Touristik-Gewerkschaft im Norden Griechenlands, beklagt die Arbeitsbedingungen im Tourismussektor. Griechenland boome zwar als Reiseziel, doch »die Rekorde und Gewinne basieren auf überarbeiteten, ausgebeuteten Angestellten«. Löhne würden nicht ausbezahlt oder seien so gering, dass man davon nicht leben könne.

Batya Kahane-Dror, Leiterin der jüdischen Anwalts- un

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