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Kopftuchverbot: Empörendes Urteil

von Elisa Rheinheimer-Chabbi 14.03.2017
Frauen, die ein Kopftuch tragen, dürfen in bestimmten Fällen von ihrem Arbeitgeber gekündigt werden. Diskriminierend sei das nicht. So hat der Europäische Gerichtshof heute entschieden. Doch was bringen Antidiskriminierungs-Gesetze noch, wenn sie spitzfindig ausgehebelt werden können? Ein Kommentar von Elisa Rheinheimer-Chabbi
Mit Kopftuch am Arbeitsplatz: Das ist möglich, wenn der Arbeitgeber in privatwirtschaftlichen Unternehmen keine anderen Bekleidungsregeln vorgibt, sagt der Europäische Gerichtshof. (Foto: istockphoto/KatarzynaBialasiewicz)
Mit Kopftuch am Arbeitsplatz: Das ist möglich, wenn der Arbeitgeber in privatwirtschaftlichen Unternehmen keine anderen Bekleidungsregeln vorgibt, sagt der Europäische Gerichtshof. (Foto: istockphoto/KatarzynaBialasiewicz)

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute ein Urteil gefällt, das für Aufruhr sorgen wird. Die Quintessenz: Es kann rechtens sein, Frauen, die ein Kopftuch tragen, aufgrund ihres Schleiers zu kündigen. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen in internen Regelungen vorsieht, dass das Tragen von religiösen, politischen oder philosophischen Zeichen generell verboten ist. Konkret bedeutet das: Wenn nicht nur die gläubige Muslima daran gehindert wird, ein Kopftuch zu tragen, sondern es auch dem christlichen Mitarbeiter verboten ist, eine Kreuzkette zu tragen, ist alles ok. Nach dem Motto: So lange nicht ein Einzelner diskriminiert wird, sondern alle, ist die Diskriminierung gewissermaßen »fair« – und damit erlaubt

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