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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2015
Der große Auszug
Kirchenaustritte: Was jetzt auf dem Spiel steht
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Die Vermessung des Menschen

von Matthias Becker vom 25.09.2015
Smartphone-Apps registrieren jeden Herzschlag und zeigen an, wie viel sich Handybesitzer am Tag bewegen. Dafür interessieren sich auch Unternehmen und Krankenkassen. Doch leben Menschen damit tatsächlich gesünder? Und wie krank wird dann die Gesellschaft?
Viel mehr als ein Telefon: Wer ein Smartphone besitzt, kann Gesundheits- und Fitness-Apps nutzen. (Foto: 123rf.com/belchonock)
Viel mehr als ein Telefon: Wer ein Smartphone besitzt, kann Gesundheits- und Fitness-Apps nutzen. (Foto: 123rf.com/belchonock)

Gesünder leben hieße sich mehr bewegen, weniger sitzen, regelmäßig Sport treiben. Mit der neuen Apple Watch am Handgelenk werde all das viel leichter, verheißt der Apple-Konzern in der Werbung für die mit Sensoren und zahlreichen Computerfunktionen ausgestattete Armbanduhr. »Die Apple Watch misst all deine Bewegungen«, heißt es da. »Egal, ob du mit dem Hund rausgehst, Treppen steigst oder mit deinen Kindern spielst. Sie merkt sich sogar, wenn du aufstehst. Und motiviert dich weiterzumachen.« Denn gerade das schätzen viele Nutzer: Wer schwarz auf weiß und in allen Details sieht, wie weit er gelaufen ist und wie viele Kalorien er dabei verbrannt hat – oder im Gegenteil, wie selten er sich vom Sofa erhoben hat –, der ist motivierter und überwindet eher den sprichwörtlichen inneren Schweinehund.

Das ebenso elegante wie kostspielige Gerät am Handgelenk sammelt unablässig Daten über seinen Besitzer. Sensoren messen jede Bewegung. Und mithilfe der Positionsbestimmung durch GPS kann die Apple Watch sogar feststellen, welche Strecke ihr Träger zurückgelegt hat, beispielsweise beim morgendlichen Dauerlauf. Zusammengenommen erlauben diese Messungen Rückschlüsse auf Puls, Kalorienverbrauch oder auch die Schlafphasen, weil sich Menschen im Tiefschlaf weniger bewegen.

Entschlossen setzt Apple mit seinem neuen Produkt auf »Health Tracking« – die Überwachung von körperlichen Daten rund um die Uhr. Den eigenen Körper besser verstehen, seine Funktionen verbessern, »das Beste rausholen« – Selbstvermessung liegt im Trend!

Im Mediziner-Jargon gesprochen: Tracking erhöht die Compliance. Wer nach einer Stunde Sitzen daran erinnert wird, doch

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