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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2012
Wenn Gott nicht eingreift
Theologen suchen neue Antworten
Der Inhalt:

Die Seitenwechsler

von Barbara Tambour vom 29.01.2012
Gerhard Schröder, Roland Koch, Birgit Fischer, Matthias Berninger: Gestern waren sie noch Politiker, heute sind sie Lobbyisten. Was bewegt Menschen, die Seiten zu wechseln? Und was bedeutet das für die Demokratie?
Austieg aus der Politik, Einstieg ins Big Business: Politiker wechseln zur Industrie und vergolden ihr Insiderwissen. (Foto:Fotolia)
Austieg aus der Politik, Einstieg ins Big Business: Politiker wechseln zur Industrie und vergolden ihr Insiderwissen. (Foto:Fotolia)

Gerhard Schröder hat es getan. Roland Koch, Matthias Wissmann, Otto Schily, Joschka Fischer, Matthias Berninger. Und auch Birgit Fischer: Sie und noch viele andere haben die Seiten gewechselt. Saßen noch gestern in der Politik und heute auf gut dotiertem Posten in der Wirtschaft. Ohne Abkühlphase, im Gegenteil. Aus Spitzenpolitikern sind im fliegenden Wechsel Lobbyisten geworden, die ihr Insiderwissen vergolden.

Mehr Boss denn Genosse: Seitenwechsler Gerhard Schröder

Eine Havanna im Mund, ein goldenes Feuerzeug in der Hand, so präsentiert sich im Herbst vergangen Jahres der unabhängige Direktor des russisch-britischen Ölgiganten TNK-BP in Moskau. Es ist Gerhard Schröder, der Genosse der Bosse. Bis November 2005 war er Bundeskanzler. Dann wechselte er ins russisch-deutsche Energiegeschäft, das er als Kanzler selbst mit angeschoben hatte. Noch im September 2005 hatte er zusammen mit Wladimir Putin das Bauabkommen für eine milliardenteure Ostsee-Gaspipeline unterzeichnet. Kurz darauf saß er im Vorstand der Gazprom-Tochter, die die Ostsee-Gaspipeline baut. Aktuelle Aufnahmen zeigen Gerhard Schröder etwas grauer im Haar, etwas faltiger im Gesicht, aber immer mit einem zufriedenen L

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