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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2012
Wenn Gott nicht eingreift
Theologen suchen neue Antworten
Der Inhalt:

Werbung und Ethik

Anzeigen und Prospekte in Publik-Forum: Zu Anfragen von Leserinnen und Lesern

Werbung in Publik-Forum ist umstritten. Immer wieder kritisieren Leserinnen und Leser Prospekte für Angebote, die sie nicht für ethisch halten. Für die Geschäftsführung und die Chefredaktion ist Werbung deshalb eine schwierige Angelegenheit. Im Gegensatz zu den allermeisten Medien hängt die Existenz von Publik-Forum nicht von Anzeigen ab, schon gar nicht von einzelnen Anzeigenkunden. Andererseits erbringen Anzeigen jedes Jahr mehr als 300 000 Euro. Wäre Publik-Forum grundsätzlich werbefrei, wären Arbeitsplätze bedroht.

Das bedeutet jedoch keinen Freibrief für Anzeigenkunden. Werbung, die Gewalt verherrlicht, rechtsradikale Töne anschlägt oder etwa sexistisch ist, hat keine Chance, auch wenn sie Geld bringen würde. Bei manchen Anzeigen ist die ethische Beurteilung aber schwierig. Drei Beispiele:

Eine Firma bot geschnitzte Heiligenfiguren an. Da äußerte eine Leserin den Verdacht auf Billiglöhne oder sogar Kinderarbeit. Publik-Forum leitete den Verdacht als Anfrage an die Firma weiter. Diese konnte ihn entkräften, die Beilage blieb.

Die Solar Millennium AG warb in Werbeflyern um Geldanlagen für Solarkraftwerke. Inzwischen ist die Firma insolvent. Die Anleger müssen um ihr Geld fürchten. War es falsch, diese Werbeflyer in Publik-Forum beizulegen? Antwort: Nein. Die Firma zahlte Zinsen und Anleihen jahrelang pünktlich zurück. In den Prospekten verwies Solar Millennium auf das Risiko von Unternehmensanleihen. Welche Firmen welche inneren Probleme haben, kann Publik-Forum nicht überprüfen. So legte Publik-Forum die Flyer bei, wie viele andere ökologisch engagierte Zeitschriften auch.