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Publik-Forum, Heft 2/2020
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Die Plastik-Plage

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 12.02.2020
Rund ein Viertel des Plastikmülls im Meer gelangt durch Flüsse dorthin. Wie vielversprechend sind Initiativen zur Flussreinigung, um das Problem in den Griff zu bekommen?
Vor lauter Müll sieht man kaum noch Wasser: Zahlreiche Flüsse der Welt sind so »plastikverseucht« wie der Citarum in Indonesien (Foto: pa/Bukbis Chandra Ismet)
Vor lauter Müll sieht man kaum noch Wasser: Zahlreiche Flüsse der Welt sind so »plastikverseucht« wie der Citarum in Indonesien (Foto: pa/Bukbis Chandra Ismet)

Wer sich einmal damit beschäftigt hat, wie stark Plastik die Weltmeere verschmutzt, den lassen die Bilder, Zahlen und Fakten nicht mehr los. Jedes Jahr landen zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Das entspricht einer Lkw-Ladung (etwa 19 Tonnen) pro Minute. Insgesamt gibt es fünf Plastikstrudel, der größte ist der Great Pacific Garbage Patch zwischen Hawaii und Kalifornien. Er ist etwa 4,5-mal so groß wie Deutschland. Mittlerweile schwimmt so viel Müll in den Meeren, dass er sogar vom Weltraum aus zu erkennen ist. Das Plastikproblem hat schwindelerregende Ausmaße angenommen – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Als das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig im Herbst 2017 Zahlen veröffentlichte, die zu belegen schienen, dass ein Großteil des Plastiks, das in die Ozeane transportiert wird, aus nur zehn Flüssen stammt, war ein Gedanke naheliegend: Wenn es gelingt, den Müll schon aus den Flüssen zu fischen, kommen wenigstens keine neuen Plastikberge im Meer an. Die Zahl der zehn hauptverantwortlichen Flüsse hält sich hartnäckig. Doch sie ist nach neusten Erkenntnissen falsch. Das sagt der Mann, der sie einst in einer Studie veröffentlichte: Der Hydrogeologe Christian Schmidt vom Helmholtz-Zentrum. »Wir hatten sehr wenige Messstationen und Daten und haben schon 2017 darauf hingewiesen, dass die Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind«, erklärt er, »aber das hat leider niemand zitiert.«

Mit »Seekühen« Flüsse reinigen?

Schmidt ist nun zu anderen Ergebnissen gelangt: »Es gibt einen relativ großen Rückhalt von Plastik im Flusssystem. Nicht alles kommt überhaupt im Meer an. Auch kleinere Flüsse bekommen bei

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