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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2015
Rettet das Singen
Über die Macht der eigenen Stimme
Der Inhalt:

Christian Felber – der Tänzer

von Teresa Schneider vom 16.06.2015
Als Gemeinwohl-Ökonom ist Christian Felber bekannt geworden. Er will die Wirtschaft vom Kopf auf die Füße stellen. Balance zu finden ist sein Lebensthema. Porträt eines Visionärs, der es gelernt hat, auf seine innere Stimme zu hören und für sein Leben gern tanzt
Christian Felber steht gerne mal Kopf oder er schlägt ein Rad - das verändert die Perspektive, auch in seiner Gemeinwohl-Ökonomie wirft er einen neuen Blick auf die Wirtschaft, statt Konkurrenz soll Kooperation im Vordergrund stehen (Foto: www.uschioswald.at)
Christian Felber steht gerne mal Kopf oder er schlägt ein Rad - das verändert die Perspektive, auch in seiner Gemeinwohl-Ökonomie wirft er einen neuen Blick auf die Wirtschaft, statt Konkurrenz soll Kooperation im Vordergrund stehen (Foto: www.uschioswald.at)

Christian Felber tritt aus dem Gebäude der Hochschule Heilbronn ins Freie. Augenblicklich krempelt er die Hosenbeine bis zu den Knien nach oben, öffnet die Schnürsenkel, schlüpft aus den Schuhen und streift die schwarzen Strümpfe von den Füßen. Die Umstehenden blicken irritiert. »Ich muss jeden Tag mindestens einmal barfuß gehen«, sagt der 42-Jährige mit jungenhaftem Lächeln und streckt sein sommersprossiges Gesicht der Nachmittagssonne entgegen.

Am Vormittag hat Felber in der Hochschule vor Studierenden und Professoren über »Gemeinwohl-Ökonomie« referiert und Zweifel am Ist-Zustand der Wirtschaft gesät.

Eine Wirtschaft, die kooperiert

Nicht an finanziellem Profit und Konkurrenz soll sich die Wirtschaft orientieren, sondern an den Werten gelingender Beziehungen – diese Überzeugung treibt den Publizisten seit Jahren an; motiviert ihn, Hunderte von Vorträgen zu halten, politische Treffen zu organisieren, an Universitäten zu lehren und ein Wirtschaftsbuch nach dem anderen zu schreiben. In ihnen präsentiert Felber Vorschläge für alternatives Wirtschaften: ohne wachsende Ungleichheit, rücksichtsloses Gewinnstreben und ökologische Katastrophen.

Felbers Vision scheint viele zu berühren: Mehr als 6000 Personen und 1800 Unternehmen in 35 Staaten unterstützen offiziell seine Idee. Tag für Tag erhält der Autor eine nicht zu bewältigende Anzahl an Vortragsanfragen. Felbers Buch »Geld. Die neuen Spielregeln« wurde im Herbst zum Wirtschaftsbuch des Jahres gekürt.

Auch in der Praxis beginnt seine Vision Fuß zu fassen: Gemeinsam mit anderen ist Felber dabei, in Österreich eine demokratische Bank zu gründen. Allein in Deutschland arbeite

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