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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2014
Das Genmais-Komplott
Wie Konzerne eine Technologie durchsetzen, die keiner will
Der Inhalt:

Bürger zweier Staaten sein?

vom 03.04.2014
Die doppelte Staatsbürgerschaft für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern erhitzt die Gemüter. Die CDU wollte sie lange nicht, die SPD unbedingt. Jetzt liegt ein Gesetzentwurf vor, der sie – unter komplizierten Auflagen – möglich macht. Ist das gut? Ein Pro und Contra
Kann man Bürger zweier Staaten sein? »Ja!« sagt Cemile Giousouf (links), »nein!« Marian Wendt (rechs). Spannend: Beide sind CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag.
Kann man Bürger zweier Staaten sein? »Ja!« sagt Cemile Giousouf (links), »nein!« Marian Wendt (rechs). Spannend: Beide sind CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag.

Cemile Giousouf: »Ja! Das entspricht der jungen, globalisierten Welt«

»Menschen haben viele Identitäten und wir können uns zu unterschiedlichen Staaten gehörig fühlen. Wir haben ja schließlich auch sonst viele Identitäten: Mutter, Schwester, Freundin ... So ist der Doppelpass für jungen Menschen wichtig, weil sie die Verbindung zum Herkunftsland der Eltern nicht abschneiden wollen. Bürger zweier Staaten wird man damit nicht, man bleibt trotzdem Bürger des Staates, wo man gerade seinen Lebensmittelpunkt hat. Gleichwohl hat man mit dem Doppelpass auch das Recht, in dem anderen Land zu wählen. Wie für Deutsche, die im Ausland leben oder EU-Bürger in unserem Land, so

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Kommentare
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Filomena Weiland
23.04.201414:44
Unseren Politikern, die sich so vehement gegen die doppelte Staatsbürgerschaft aussprechen, ist offenbar entgangen, daß es zahlreiche Deutsche mit doppelter Staatsbürgerschaft gibt. Deutsche, die aus den verschiedensten Gründen einmal ausgewandert sind.
Nehmen wir z.B. Brasilien: dort gilt die Nationalität des Geburtslandes, in Deutschland die der Eltern. Nachkommen ausgewanderte r Deutsche, haben also die brasilianische und die deutsche Staatsbürgerschaft. Wenn jetzt also die weiteren Nachkommen dieser Personen untereinander heiraten und sich vermehren, so haben alle diese Menschen zwei Staatsbürgerschaften. Auch wenn dort die deutsche Kultur oft nur in Spuren vorhanden und das Deutsch rudimentär ist.
Warum also wird hier aufgewachsenen Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft verweigert?
Mit freundlichen Grüßen F. Weiland
...übrigens, ich habe auch zwei Staatsangehörigkeiten und kein Problem damit.
Cem Erdogdu
07.04.201416:30
»Genauso wie ich nicht zwei Mütter und zwei Väter haben kann..."

hmm, ich habe sogar vier Mütter...

"Man ist in einem Land geboren, aufgewachsen und geprägt worden."

ich in zweien, also gut, geboren bin ich in einem Land.

"Ein Staat ist ja nicht einfach nur eine willkürlich gezogene Grenze zwischen zwei Landschaften."

Eine Mutter, ein Vater, ist ja nicht nur der/die biologische...

"Es geht um Identifikation. Mit der Kultur, der Religion, vor allem mit dem
Volk, mit den Menschen, die da leben."

Kann ich mich wirklich nicht mit mehreren Menschen, Kulturen identifizieren?
Schon in einem Volk werden die Unterschiede so groß sein, dass ich mich sicherlich nicht mit jedem Menschen und seiner Anschauung identifizieren kann.
Auf der anderen Seite stellt sich dann die Frage, mit wievielen kann ich es denn dann?
Mit zweien, mit dreien, ist dort eine Grenze festgeschrieben?
Schönes Grüße von einem Kosmopoliten