Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2021
Die Enttäuschung
Warum Papst Franziskus die katholische Kirche nicht aus der Krise führen kann
Der Inhalt:

Landwirtschaft
Beinahe ein Idyll

von Judith Bauer vom 07.11.2021
Sein Vater wurde noch als »Spinner« beschimpft, Sebastian Luhmer sieht sich als ökologischer Landwirt vom Bio-Trend bestätigt. Doch kann man so die Welt ernähren? Ein Tag auf seinem Hof.
Fast das ganze Jahr draußen: Die Kühe sind meist auf der Weide, es sind Mutterkühe und ihre Kälber (Foto: Judith Bauer)
Fast das ganze Jahr draußen: Die Kühe sind meist auf der Weide, es sind Mutterkühe und ihre Kälber (Foto: Judith Bauer)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Sebastian Luhmer rammt den letzten Plastikpfahl in die klumpige Erde und wickelt blaue Schnur darum. Seine kleine Kuhherde, fünfzig Meter entfernt, hat ihn längst entdeckt, alle Köpfe sind ihm aufmerksam zugewandt. Die Tiere wissen, dass der Landwirt gleich den Zaun öffnen wird. Sie dürfen zur neuen Weide, ins frischere Gras. Es ist ein kühler Herbstmorgen, der Nebel hat sich gerade erst verzogen. Die Rinder trotten zufrieden los.

Sie erinnern an ein Postkarten-Klischee von glücklichen Kühen, wie sie da gemächlich auf den Landwirt zukommen: nicht zu groß, rötlich-braunes Fell, runde Proportionen. Kein auf Hochleistung getriebenes Milchvieh. Die Rasse, das Glanrind, ist nicht sehr anspruchsvoll. Auf dem Biohof Luhmer in Wachtberg bei Bonn leben die Tiere in Mutterkuhhaltung, das heißt, die Kälber

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Georg Lechner
22.11.202119:23
Das Methan ist zwar ein stärkeres Treibhausgas als das Kohlendioxid, aber es ist spezifisch geringer als die Hauptbestandeile der Luft, steigt daher eher auf und ist somit dem photochemischen Abbau unterworfen. Zudem wird von den Rindern ungleich weniger Methan abgesondert als von Erdgasfeldern; besonders bei Freilandhaltung wie im gegenständlichen Fall. Etwas anders sieht es bei Intensivhaltung in Ställen aus, wo der Kuhmist in Düngerhaufen unter Luftabschluss zur Methanbildung führt. Kohlendioxid ist hingegen spezifisch schwerer und reichert sich an tiefen Stellen (über dem Meer) an und sorgt durch den Treibhauseffekt für Erwärmung.
Der größere Flächenbedarf wegen des geringeren Ertrags pro Hektar ist angesichts der Agrarüberschüsse (die zu Dumpingpreisen nach Afrika exportiert werden und dort zu sozialen Verwerfungen führen) kein Nachhaltigkeitsproblem, im Gegenteil.