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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

Alternativen für Deutschland

Welche Fehler die etablierten Parteien jetzt nicht machen sollten – und welche Wege sie gehen könnten. Kesslers Kolumne
Warum räumte die AfD bei drei Landtagswahlen derartig ab? »Sie gab dem Frust der Abgehängten ein Ventil«, sagt Wolfgang Kessler (rechts). (Zeichnung: Mester; Foto: Publik-Forum)
Warum räumte die AfD bei drei Landtagswahlen derartig ab? »Sie gab dem Frust der Abgehängten ein Ventil«, sagt Wolfgang Kessler (rechts). (Zeichnung: Mester; Foto: Publik-Forum)

Kein Zweifel, die Millionen Stimmen für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) sind schockierend. Zumal sich in der AfD rechtsextreme, völkisch-nationale Rassisten tummeln. Bei näherem Hinsehen ist der Triumph der AfD jedoch auch die Quittung für eine Politik der etablierten Parteien. Zu lange konnten sich die Etablierten damit trösten, dass die Abgehängten oder die, die sich abgehängt fühlen, nicht zur Wahl gehen. Jetzt haben sie gewählt – und Union, SPD und Grünen einen Denkzettel verpasst.

Die Wahlergebnisse sind komplizierter, als sie zunächst erscheinen. Unter manchen AfD-Wählern manifestiert sich zwar eine rechtsextreme Gesinnung. Andererseits haben drei Viertel der Wähler diese Partei nicht wegen ihres Programms gewählt. Sie wollten vielmehr provozieren, weil sie sich von der Politik nich