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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

Nachgefragt
Was ist in Idomeni los?

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 25.03.2016
Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (80) hat eine Nacht mit den Flüchtlingen an der griechisch- mazedonischen Grenze verbracht
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Publik-Forum: Herr Blüm, Sie haben in Idomeni neben den Flüchtlingen Ihr Zelt aufgeschlagen. Wieso?

Norbert Blüm: Ich wollte den Menschen meine Solidarität zeigen. Wenn man in ein solches Lager fährt, kann man keine Besichtigungstour machen. Das ist ja kein zoologischer Garten, in dem man sich das Elend anschaut! Die eigentliche Form von Solidarität bedeutet, das Dasein zu teilen. Und die Geflüchteten haben es als Zeichen verstanden, dass sie nicht vergessen werden.

Wie haben Sie diese Nacht erlebt?

Blüm: Rabenschwarz, nass und kalt. Um mich herum ein Husten und Wimmern, das Weinen von Kindern. Fünf Zelte weiter lag eine Mutter mit ihrem fünf Tage alten Baby. Diese Bilder haben sic