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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

»Wir wollten nicht alleine glücklich sein«

Christel und Rupert Neudeck retteten mit der Cap Anamur mehr als 11 000 Bootsflüchtlinge. Ihr Wohnzimmer wurde zur Zentrale einer globalen humanitären Aktion. Zusammen haben sie die Welt verändert. Dabei sind sie so verschieden
Gegensätzlich und gemeinsam: Christel und Rupert Neudeck vor ihrem Reihenhaus in Troisdorf. (Foto: kna/Wiechert)
Gegensätzlich und gemeinsam: Christel und Rupert Neudeck vor ihrem Reihenhaus in Troisdorf. (Foto: kna/Wiechert)

Publik-Forum: Frau Neudeck, Herr Neudeck, Sie beide sind fast vierzig Jahre für Menschen in Not aktiv. Es begann 1979 mit der Cap Anamur, dem Flüchtlingsschiff, mit denen Sie Tausende vietnamesische Boat-People gerettet haben. Wer von Ihnen hatte die Idee zuerst?

Christel Neudeck: Die Idee kam von den Franzosen, von einem Komitee um den Philosophen André Glucksmann. Das Bedürfnis zu helfen war aber überall. In ganz Europa machten Menschen sich Gedanken, wie man die Ertrinkenden aus dem Chinesischen Meer retten könnte. So wie heute, wenn wir die Bilder aus Syrien sehen.

Rupert Neudeck: Die Franzosen waren aber die Ersten, die konkret gehandelt haben und gleich ein Schiff hatten – was ich sehr faszinierend fand. Die haben mich um finanzielle Unterstützu