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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

»Meine Haut ist nicht rosa«

von Rebekka Sommer vom 25.03.2016
In Deutschland gibt es immer noch viel zu wenig Bücher und Spielsachen, in denen sich dunkelhäutige Kinder wiederfinden können
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Manchmal fragt der siebenjährige Luke: »Mama, was ist deine Lieblingsfarbe?« »Braun … und vielleicht noch grün«, sagt die Mutter dann. Das findet der Erstklässler richtig gut – und logisch. Denn er und seine beiden Geschwister haben braune Haut. Doch wenn Luke »Hautfarbe« sagt, greift er wie alle anderen Kinder in seiner Klasse zum hellrosa Stift. Und wundert sich dann über sich selbst: »Warum eigentlich? Meine Haut ist doch gar nicht rosa.«

Lukes Papa stammt aus Mali, er ist schwarz. Lukes Mama ist weiß. So wie die meisten Menschen in der süddeutschen Kleinstadt Waldkirch. »Schon als ich mit Luke schwanger war, hielt ich die Augen nach Büchern offen, in denen schwarze Kinder vorkommen«, sagt die 35-jährige Krankenschwester. Die gibt es zwar – aber man muss sie suchen. Gegebenenfalls in anderen