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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2016
Was die Gesellschaft zusammenhält
Ein Gespräch mit dem Philosophen Hans Joas
Der Inhalt:

»Wir müssen Angst um China haben«

vom 25.10.2016
Jan-Philipp Sendker ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller. In seinen Romanen verwebt er Asien-Wissen mit menschlichen Tragödien
"Wir wissen viel zu wenig über das heutige China", sagt der Autor Jan-Philipp Sendker. Mit seinen Asien-Romanen will er das ändern (Fotos: pa/Carstensen; istockphoto/zhu difeng)
"Wir wissen viel zu wenig über das heutige China", sagt der Autor Jan-Philipp Sendker. Mit seinen Asien-Romanen will er das ändern (Fotos: pa/Carstensen; istockphoto/zhu difeng)

Publik-Forum: Herr Sendker, Sie waren Redakteur beim »Stern«. Warum haben Sie den Journalismus aufgegeben und schreiben jetzt Romane?

Jan-Philipp Sendker: Umgekehrt: Es war schon immer mein Traum, Schriftsteller zu werden. Schon als 13-Jähriger wollte ich Romane schreiben. Der Journalismus war ein Umweg. Ein toller Umweg zwar, aber ich habe fast jeden Tag gedacht: Eines Tages musst du damit aufhören und Romane schreiben. Ich habe Geld gespart und dann drei Jahre unbezahlten Urlaub genommen. Als ich meinen ersten Roman, »Das Herzenhören«, dann in den Händen hielt, wusste ich: Das ist es, was ich für den Rest meines Lebens machen möchte.

Das Buch verkaufte sich zunächst nicht so gut – und Sie hatten Ihre Festanstellung schon gekündigt. Bereuten Sie Ihren Mut?

Sendker: So mutig war das gar nicht. Ich hatte im Prinzip keine Wahl. Ich wollte unbedingt Romane schreiben! Als Journalist wurde ich immer unglücklicher; und man ist dann ja auch nicht mehr so gut, wenn man das, was man macht, nicht gerne macht. Ich musste den Sprung wagen.

Ihre Bücher spielen alle in Asien. Was fasziniert Sie am Fernen Osten?

Sendker: Meine burmesischen Freunde sagen, dass ich in meinem vorigen Leben Burmese gewesen sein muss. Ich glaub’ ja nicht so an Reinkarnation, aber ich hab wirklich eine hohe Affinität zu Asien. Mich fasziniert das Fremde, das Andere, das ich da immer wieder entdecke. In Asien haben sie ein teils ganz anderes Wertesystem. Auf jeder Reise erlebe ich Sachen, die mich völlig ratlos machen – und zum Nachdenken bringen.

Ihr neuer Roman is

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