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Schlechte Nachrichten

von Eva Baumann-Lerch vom 24.08.2014
Israel und Gaza, Ukraine, Syrien, Irak: Nachrichten des Schreckens strömen jetzt Tag für Tag auf uns ein. Wie halten wir das aus? Am besten abschotten? Oder nun erst recht engagieren? Fünf Fragen an die Politische Psychologin Constanze Beierlein
Die Familie vor dem Fernseher: Wie halten wir die täglichen schlechten Nachrichten überhaupt aus? Psychologin Constanze Beierlein (rechts) hält nichts von Aktionismus als Antwort auf Verzweiflung. (Fotos: pa/moodboard/John Rowley)
Die Familie vor dem Fernseher: Wie halten wir die täglichen schlechten Nachrichten überhaupt aus? Psychologin Constanze Beierlein (rechts) hält nichts von Aktionismus als Antwort auf Verzweiflung. (Fotos: pa/moodboard/John Rowley)

Publik-Forum: Frau Beierlein, die Welt ist derzeit voller brutaler Kriege: Israel und Gaza, die Ukraine, Syrien, Irak. Wir sitzen vor dem Fernseher, lesen die Zeitung und werden täglich zu Zeugen des Grauens. Was lösen diese Bilder bei uns Menschen aus?

Constanze Beierlein: Die erste Reaktion auf all diese Schreckensnachrichten und Bilder ist oft eine diffuse Gemengelage von Mitgefühl, Ohnmacht, Ratlosigkeit, Verzweiflung und Abwehr. Sogar Menschen, die grundsätzlich eine klare pazifistische Haltung haben, fühlen sich jetzt manchmal orientierungslos, weil sie nicht mehr sicher sind, ob die unschuldigen Opfer – etwa im Irak – ohne Waffengewalt aus ihrer dramatischen Situation befreit werden können. Nicht wenige Menschen machen sich aber auch Gedanken über die eigene Situation, sie haben Angst vor persönlichen Folgen (...)

Rupert Neudeck, der Gründer der Hilfsorganisation »Cap Anamur«, hat kürzlich erklärt, dass Hilfsorganisationen sich keine Verzweiflung leisten könnten. »Verzweiflung ist eine Luxushaltung für einen Humanitären«, sagt er. Sehen Sie das auch so?

Beierlein: Eine Luxushaltung? Das ist sehr hart gesagt. Ich gestehe Rupert Neudeck zu, dass er das für sich so proklamiert und empfindet. Aber es gibt aus meiner Sicht auch so etwas wie ein Recht auf Verzweiflung: Menschen, die sich engagieren, verausgaben und Niederlagen erleben, dürfen verzweifelt sein. Es kann aber aus der Verzweiflung hinausführen, wenn man exakt realisiert, wo die Verantwortung für eine hum

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Kommentare
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Heinz Pütter
24.08.201418:42
Jeder von uns ist ein Ebenbild Gottes und hat die Macht die Dinge zu verändern.
Du bist das Bildnis und Gleichnis der erhabenen Energie, des Vaters und Gottes von uns allen.
Es gibt nichts, was für euch unmöglich wäre, wenn ihr nicht vom Pfade der richtigen Anwendung dieser Energie abweicht.
Ihr müsst in all diesem absolut furchtlos und treu sein, wie auch immer die Welt von euch denken mag. Wenn ihr hervortretet und eure Herrschaft und eure Vereinigung mit Gott bekennt, so seid ihr eins mit dem Vater, dem ausströmenden, allgegenwärtigen, erhabenen Prinzip aller Dinge.
Nag-Hammadi-Schriften:
Das Thomas-Evangelium: (2) Jesus sagte:
Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet;
und wenn er findet, wird er bestürzt sein;
und wenn er bestürzt ist, wird er verwundert sein,
und er wird über das All herrschen.