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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2015
Anders wachsen, jetzt!
Die gute Wirtschaftslage bietet die große Chance für die Abkehr vom »Immer-mehr«
Der Inhalt:
von Fabian Vogt vom 15.02.2015
Pfarrer werden pausenlos eingeladen. Zum Beispiel zum Feuerwehrball. Zur Dorfkirmes. Zum Vereinsjubiläum der Gnu-Züchter. Zu den neckischen Empfängen der Parteien. Zum Richtfest des Kindergartens. Zur Eröffnung des Bio-Supermarkts. Oder zur Jahreshauptversammlung der Anonymen Eintracht-Fans (AEF). Immer heißt es: »Gell, Herr Pfarrer, Sie kommen doch auch?« So viele Ausreden gibt es gar nicht, wie man sie da bräuchte. Und es macht nun mal einen guten Eindruck, wenn die Kirche Präsenz zeigt. Will ich ja auch selbst. Nur nicht, wenn wieder die Karnevalszeit anbricht …
"Ja, ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich nicht einfach als Pfarrer zur Faschingssitzung gehen soll. So im Talar. Den habe ich ja ohnehin. Wär doch ein cooles Kostüm ..."
"Ja, ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich nicht einfach als Pfarrer zur Faschingssitzung gehen soll. So im Talar. Den habe ich ja ohnehin. Wär doch ein cooles Kostüm ..."
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... und jeder Jecken-Club der Region mich anruft. Meist mit den verlockenden Worten: »Unsere männlichen Funkenmariechen dürfen Sie auf keinen Fall verpassen. Außerdem sind Sie doch selbst so’n komischer Vogel. Wollen Sie nicht direkt in die Bütt? Ist fast das Gleiche wie sonntags auf der Kanzel.« Was – im Prinzip – ja stimmt.

Nur weiß ich nie, als was ich gehen soll. Mal ganz im Ernst: Als was kann ein Pfarrer, den alle im Ort kennen, sich verkleiden, ohne lächerlich auszusehen? Also steh ich jedes Jahr da: Cowboy? Zu unkreativ. Samurai? Zu militant. Troubadour? Zu nah an der Inquisition. Zauberer? Geht gar nicht. Jesus? Wofür hält der sich? Meine Familie ist mir bei der Entscheidung übrigens keine große Hilfe. Mein Sohn meinte trocken: »Geh doch als Monster, da sparst du dir das Kostüm!« Sei

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Ivo Krieg
15.02.2015
Es ist immer passend als Narrenspiegel zu gehen. Auch als aktuelle Todsünde passt immer.
Eine Religion, die sich "auf die Schippe nimmt" weist auf Gott hin und bleibt zugänglich.
Ich verkleide mich jedesmal so das Lachen und Nachdenken zusammenfallen.